Mit 1 Jahr haben wir unsere Tochter zur Tagesmutter gegeben. Die Eingewöhnung lief ganz normal. Erst war ich ein paar Tage stundenweise mit da, dann war ich mal eine halbe Stunde weg, dann eine Stunde und dann 3 Stunden am Stück.
Ab Woche 3 lief es dann ganz ok., dass heißt, schneller Abschied bzw. kein Abschied ;-)und das ohne Tränen und dann die Kleine nach dem Mittag wieder abholen. Da gab es schon mal Tränen, da die Anspannung von ihr abgefallen ist, dass ihre Mama endlich wieder da ist.
Das haben wir dann 3,5 Monate so praktiziert. Da die Kleine immer nach dem Mittag essen eingeschlafen ist und wir sie dann schlafend in den Buggy transportiert haben, haben wir uns überlegt, dass sie auch gleich dort schlafen soll.
Das haben wir dann auch so gemacht. Und es hat auch geklappt.
Sie war dann von 9.00 / 9.30 Uhr - 15.00 Uhr bei der Tagesmutter. So lief es bis jetzt ein knappes Jahr.
Da die Tagesmutter nur 2 Kinder in Betreuung hat und wir gemerkt haben, dass die Kleine gern mehr Kinder um sich rum hat. Haben wir jetzt entschieden, dass sie dann ab September in den Kindergarten / KiTA soll.
Da die Tagesmutter jetzt Urlaub hat, ist die KiTa die Vertretung - wie praktisch - so wollen wir gleich gucken, wie es in der KiTa läuft.
Die erste Woche haben wir nun hinter uns, am ersten Tag war ich bis Mittag mit da und habe mir das bunte und laute Treiben angeschaut. Da es am Montag geregnet hat, konnten die Kinder nicht raus und waren alle ziemlich unruhig. Jil war bereits nach einer Stunde völlig am Ende und hat sich mit ihrer Trinkflasche auf eine Matte am Boden gelegt und erstmal entspannt ;-).
Dann gab es Mittag und ich habe sie wieder mit nach Hause genommen, wo sie dann gleich 2 Stunden Mittagsschlaf absolviert hat, auch am Abend war sie 19 Uhr im Bett ohne Zedern und Knausern. Herrlich dachten wir.
Tag 2 hat mein Freund die Betreuung in der KiTa mitgemacht. Zum Glück konnten die Kinder an diesem Tag rausgehen und Jil war gerettet... buddeln und Roller fahren, wenn sie mal einen abbekommen hat... Sie muss noch lernen, sich mit den ganzen Kindern zu verständigen. Das war ja bisher noch nicht der Fall.
Und an beiden Tagen hat sie ordentlich reingehauen, super mit am Tisch gesessen, natürlich bei den "Großen". Für uns ist das sehr wichtig, da sie gewöhnlich ein schlechter Esser ist.
Ab Tag 3 war sie dann alleine bis nach dem Mittagessen da. Die Erzieherin meinte, es ist alles gut gelaufen, sie hat gleich losgespielt. Wenn es mal nicht ging, wurde sie kurz hochgenommen oder ihr etwas zu trinken angeboten. Das ist mir auch wichtig, dass sie sich jetzt artikulieren kann. Zumindest was essen und trinken angeht.
Der heutige Freitag war etwas durcheinander, schon beim Abgeben hat sie sich an mich geklammert und wollte nicht alleine da bleiben. Die Erzieherin hat sie mir dann abgenommen und sie erfolgreich abgelenkt. Als ich sie heute abgeholt habe, hat die halbe Gruppe geweint bzw. geschrien. Eine Erzieherin war mit allen Kindern alleine und natürlich restlos überfordert, da ja auch noch viel Kleinere Kinder mit in der Gruppe sind. Die anderen beiden Erzieherinnen waren speisen...
Als ich die Tür öffnete sah ich nur eine schreiende Jil und habe sie erst einmal da rausgeholt und versucht zu beruhigen. Die Nase lief und sie war außer sich. Auch ihre Freundin Lara schrie... na nun habe ich erst einmal mein Kind besänftigt und versucht zu fragen, was denn los war...
Wir sind dann irgendwann los, die Erzieherin meinte nur, dass nun alle müde wären, da heute Ritterfest war und alles anders war als sonst. Ja, das habe ich gesehen.
Fazit nach der ersten Woche KiTa: Für den Anfang, also ab 1 Jahr würde ich wieder die Tagesmutter wählen, die ganz Kleinen gehen in der KiTa einfach unter. Die Erzieher geben ihr Bestes und schaffen es trotzdem nicht. Bei einer Tagesmutter sind max. 5 Kinder und da geht es auch einfach ruhiger zu. Die Geräuschkulisse ist wirklich eine Umstellung für die Kinder.
Wenn es denn wirklich gleich die KiTa sein muss, dann sollten die Kinder wenigstens laufen können und sagen können, wenn sie was trinken wollen. Ist meine Auffassung.
Für Jil mit fast 2 Jahren, denke ich, ist KiTa eine neue Möglichkeit zu lernen, wie viele verschiedene Kinder es gibt und auch zu lernen, dass man nicht immer an erster Stelle steht bzw. stehen kann. Sehr positiv ist, dass sie dort sehr gut isst. Da sie ein paar Kilos mehr gut vertragen kann.
Werde euch nächste Woche berichten, wie die 2. Woche gelaufen ist.
Freitag, 25. Juli 2008
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