Montag, 28. Juli 2008

Umstellung auf Beikost

* Wann ist der richtige Zeitpunkt?
* Welche Möglichkeiten der Umstellung gibt es?
* Gläschen oder Selber kochen?
* Rezeptideen - was geht schnell und ist einfach zu(zu)bereiten?
* Endlich Familienkost ;-)


Dass Muttermilch in den ersten 6 Monate das Beste für dein Baby ist, brauchen wir wohl nicht mehr
wiederholen. Dies könnt ihr in jeder einschlägigen Literatur und sämtlichen Medien nachlesen.

Die Entscheidung liegt - wo auch sonst - bei der Mutter selbst.
Zum Thema Stillen gibt es auf babypedia noch einen Extrabeitrag…
Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Über das Zufüttern sollte man nicht vor dem 5. Monat nachdenken.
Wir selbst haben nach dem 5. Monat angefangen und damit gute Erfahrungen gemacht, da unsere Tochter den Löffel gleich akzeptiert hat. Wir vermuten, dass es gerade auch eine Phase war in der sie viel Neues entdecken wollten. Wir kennen auch Eltern, wo die Kinder erst im 7. Monat einen Bezug zum Löffel hatten bzw. aufbauen wollten.

Entscheide nach deinem Bauchgefühl, wann der richtige Zeitpunkt ist!

Und dann ganz gelassen und entspannt an die neuen Mahlzeiten heranführen.
Immer mal zwischendurch einen Löffel mit Möhrenbrei anbieten.
Dann merkt man schon, ob das Baby daran Gefallen findet.
Nach einigen Versuchen dann das Baby in einen Hochstuhl an den Tisch setzen oder am Anfang auf den Schoß nehmen, damit nicht so viele neue Einflüsse auf das Kind einströmen.

Und auch möglichst länger (so 3-5 Wochen) nur eine Zutat z.B. Möhren füttern.
Am besten auch mit “herzhaftem” Brei starten, sonst kann es passieren, dass das Baby dann nur noch “Süßes” möchte.

Nach ca. 4 Wochen kann die zweite feste Mahlzeit des Tages serviert werden.
Hier bietet sich auch ein Ein-Produkt-Brei wie Apfel oder Birne an.
Gläschen oder selber kochen?

Vorteile bei Gläschen:
- geht schnell, keine Vorbereitungszeit
- viel Abwechslung möglich
- kann man gut transportieren

Nachteile bei Gläschen:
- auf die Dauer teuer
- kein Einfluß auf die Zutaten
- man kann Pech haben und muss erst einige Anbieter testen, bevor das Baby seine Favoriten gefunden hat

Vorteile selber kochen:
- eigene Zutaten verwenden und kombinieren
- man weiß was drin ist und wer es zubereitet hat
- mehr Frische
- sparsamer
- man kann für mehrere Tage vorkochen und einfrieren

Nachteile selber kochen:
- immer frisch einkaufen gehen
- Bioladen in der Nähe oder Gemüsehändler des Vertrauens finden
- im Winter bekommt man evtl. nicht alle Zutaten frisch
- Zeitaufwand in der Küche

Tipps zur Umstellung auf Beikostmahlzeiten

* Für den Säugling ist es angenehmer, wenn bei der Einführung von Beikost ein Plastiklöffel statt eines Metalllöffels verwendet wird.

* Zu Beginn der Löffelfütterung wird der Säugling den Brei mit der Zunge nach vorne aus dem Mund herausschieben. Das ist normal und kein Zeichen, dass dem Kind der Brei nicht schmeckt. Beim Saugen sind ganz andere Bewegungsabläufe mit Zunge und Lippen notwendig als beim Essen von Breikost. Er muss erst lernen die feste Nahrung hinunterzuschlucken.

* Manchmal lehnen auch Eltern die Beikost ab, da sie vom Aussehen und Geschmack nicht dem Erwachsenenessen entspricht. Sie zeigen das dem Säugling durch ihre Mimik oft unbewusst an, was dazu führt, dass das Kind die Kost ebenfalls ablehnt und die Gewöhnung an die Löffelfütterung erschwert wird. Eine positive Haltung und ermunternde Sprache sowie eine ruhige Atmosphäre beim Verabreichen der Beikost ist deshalb sehr wichtig.

* Um das Kauen lernen zu fördern empfiehlt es sich, dem Baby ab und zu Brotstücken oder zarte Apfelstückchen anzubieten. Zwieback und Kekse zwischen den Mahlzeiten sind nicht wünschenswert. Sie können bewirken, dass der Säugling nicht genügend von den Beikostmahlzeiten isst.

* Mit zunehmender Beikostfütterung kann es sein, dass das Baby öfters Durst hat. Als Getränke eignen sich Trinkwasser und ungesüßte Kräuter- bzw. Früchtetees. Eine regelmäßige Gabe zusätzlicher Flüssigkeit wird normalerweise erst ab dem 10. Lebensmonat notwendig, wenn auf Familienkost übergegangen wird.

* Mit dem 1. Geburtstag wird der Säugling zum Kleinkind. Das Kind kann nun alle Getränke aus dem Becher trinken. Von seiner körperlichen Entwicklung ist es dazu in der Lage und gerade in diesem Alter motiviert ähnlich wie Erwachsene zu trinken. Das Flaschentrinken weit ins Kleinkindalter hinein, kann zu ungünstigen Ernährungsgewohnheiten wie z. B. Kaufaulheit beitragen.

Was verträgt mein Baby?
Ab ca. 6. - 7.Monat: Möhren, Kürbis, Kartoffeln, Zucchini, Banane, Apfel, Fleisch (Rindfleisch und Geflügelfleisch) Butter und Keimöl

Ab ca. 7. - 9.Monat: Broccoli, Fenchel, Blumenkohl, Spinat, Kohlrabi, Lammfleisch

Welche Stufen gibt es bei der Einführung von Beikost?
Erste Beikostmahlzeit: Mittags eine Milchmahlzeit durch einen Gemüse-Kartoffel- Fleisch-Brei ersetzen.

Zweite Beikostmahlzeit: Abends eine Milchmahlzeit durch einen Getreide-Milch-Brei ersetzen.

Dritte Beikostmahlzeit: Die Nachmittagsmilchmahlzeit durch einen milchfreien Getreide-Obst-Brei ersetzen.

Baby gerecht kochen

Kein Salz, Gewürze und Zucker verwenden (ein Baby hat viel feinere
Geschmacksnerven als ein Erwachsener). Der Eigengeschmack der Breie ist würzig genug.

Ein Baby kann noch nicht kauen. In den ersten Monaten muss alles fein püriert werden.

Nicht zu früh Erwachsenenkost geben.

Versuchen Sie möglichst einfache Gerichte schonend zuzubereiten. Keine Angst
vor Wiederholungen im Speiseplan, denn das Baby ist noch kein Gourmet.

Schonend zubereiten
Bereiten sie Obst und Gemüse direkt vor dem Essen zu, sonst gehen Vitamine verloren.
Das Essen nicht lange warm halten, es können sich Keime entwickeln.
Dünsten mit wenig Fett und Flüssigkeit bei schwacher Hitze ist ideal.
Geeignet sind besonders Dampfdrucktöpfe.
Quelle: www.baby-ernaehrungstipps.de

hamham
Rezeptideen - was geht schnell und ist einfach zu(zu)bereiten

Gemüse-Kartoffel-Brei
Für eine Portion Grundrezept:

Zutaten:
- etwa 50 g Kartoffeln (später auch: Vollkornnudeln, -reis)

- 100 g Gemüse (z.B. Möhre, Zucchini, Kohlrabi, Fenchel, Kürbis, Pastinaken,
Broccoli)

- 1 TL Butter oder Keimöl (Raps-, Weizen -, Mais -, Sonnenblumenöl) im Wechsel

Getreide-Obst-Brei
Der milchfreie Getreide-Obst-Brei löst ca. ab dem 7. Monat die Still- oder Flaschenmahlzeit am Nachmittag ab.

Auch der Getreide-Obst-Brei besteht nur aus wenigen Zutaten.
Grundrezept:
- 20 g Vollkorngetreide-Flocken

- 90 g Wasser

- 100 g Obstpüree

- 5 g Butter

Grießbrei (1 Portion)
- 200 ml pasteurisierte Vollmilch

- 3 El Vollkorngrieß (30 g)

- 1 TL Butter

- eine halbe Banane zermust
Der Grießbrei kann auch mit anderen leicht süßlich schmeckenden
Obstsorten abgeschmeckt werden.

Quelle: www.baby-ernaehrungstipps.de

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